Bankerlsitzen
Auch wenn das Bankerlsitzen vor dem Haus ein immer mehr vom Aussterben bedrohtes Kulturgut ist, ist es doch ein wichtiger Kommunikationsort. Das Bankerl markierte die Erweiterung des Innenraums nach außen. In den oft kleinen Dörfern kannte jeder jeden und deshalb musste auch jeder alles wissen. Da war es dann auch etwas vollkommen Alltägliches, dass sich die älteren Frauen und Männer am frühen Abend auf ihr Bankerl vorm Haus setzen und den neuesten Klatsch und Tratsch weiterverbreiteten, dabei jeden Vorbeikommenden anhielten und ausfragten. Schade, dass diese öffentliche Demonstration des Müßiggangs immer mehr verschwindet.
Buchtipp: Kabarettist Thomas Stipsits beschreibt in seinem Buch "Die Kopftuchmafia" humorvoll drei wackere Frauen, die „mehr wissen als Facebook, Google und Amazon miteinander“. Denn den drei rüstigen Frauen, die tagaus, tagein vor der Gemischtwarenhandlung auf einer Bank sitzen, entgeht so gut wie gar nichts.
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